Frey Faust: Axis Syllabus – die Grammatik des Körpers

  • bio-mechanische und energetische Prinizipien der menschlichen Bewegung gemäß unseres biologischen Designs
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Frey Faust

Frey Faust ist professioneller Tänzer, Choreograph, Tanz-/Bewegungslehrer und leidenschaftlicher Erforscher der menschlichen Bewegung. Er ist Hauptverfasser des „Axis Syllabus Kodex“, Begründer der „Internationalen Axis Syllabus Forschungsgemeinschaft“und Autor des Buches „The Axis Syllabus – Universal Motor Principles“.

Nachdem Frey bereits als Kind erste Disziplin und essenzielle Erfahrungen unter Anleitung seiner Künstler-Mutter bekam, eignete er sich von Jugendalter an ein beeindruckend vielfältiges Set an körperlichen Fähigkeiten an: Ballet, Afro-Haitian Dance, Contact Improvisation, Capoeira, Aikido, Pantomime (bei Marcel Marceau) und verschiedene Modern Dance Techniken wie z.B. Graham, Cunningham, Muller oder Limone u.a.

Er war Mitglied zahlloser Dance Companys und Performance-Gruppen, mit denen er in Amerika und Europa auf Tournee war.
Schließlich gründete er mehrere eigene Dance Companys wie das Vital Signs Collective, die Fafu Dance Company oder die Company Noplace und arbeitete weltweit als Choreograf für über 30 Performances. Seit den 80ern ist er zudem kontinuierlich als Tanz- und Bewegungslehrer weltweit tätig – neben Nordamerika und Europa u.a. auch in Japan, Brasilien, Ukraine, Israel, Benin (Westafrika), Russland und Ägypten.
Seine Tourneen und Lehrtätigkeiten führten ihn auch nach Deutschland, wo er Anfang der 90er Jahre eine 2-jährige Arbeitsperiode in der Werkstatt Düsseldorf hatte und begann, die Grundlagen für seine eigene pädagogische und künstlerische Vision zu entwickeln.
Zwischen 1985 und 2000 verwandelte sich sein Lehren vom normalen Bestreben, choreographische Ideen weiter zu geben, hin dazu, Parameter für sichere Bewegung und bio-mechanische Prinzipien zu vermitteln.

Daraus entwickelte sich der „Axis Syllabus Kodex“ den er seither weltweit lehrt und aus der heraus sich eine internationale Community von Bewegungslehrern, Tänzern, Pädagogen, Soziologen, Psychologen, Körpertherapeuten (wie z.B. Physiotherapeuten, Osteopathen..usw), Sportlern, Künstlern etc entwickelt hat, die gemeinsam die natürlichen bio-mechanischen und energetischen Prinzipien der menschlichen Bewegung erforschen (Axis Syllabus International Research Community).

Freys Bestreben ist es, klare Kriterien für eine vernünftige und gesunde Herangehensweise an die Bewegung und das Training des menschlichen Körpers zu entwickeln: eine dem biologischen Design entsprechende Grammatik der menschlichen Körper-Dynamiken, die uns nicht nur hilft, Verletzungen zu vermeiden, sondern uns in bewusstem, harmonischem Energiefluss sowohl mit unserem individuellen Ausdruck als auch mit unseren Mitmenschen zu bewegen.

www.axissyllabus.org

Teilnehmerkommentare

Spannend der Beitrag von Frey Faust – der vorgeschlagene Workshop wäre sicher toll! Bewegung ist auch ein Thema in meinem Job als manuelle Schmerztherapeutin und da hat Frey mir eine ganze Menge zu denken gegeben. Mal sehen, was daraus entsteht. Auf jeden Fall fühlt sich diese Art der Bewegung sehr gut an.
Sabine
Der wunderbare Beitrag von Frey Faust (inkl. spontaner Demonstration) sprach mir wirklich aus dem Tänzerherzen.
Ich kann alles aus eigener Körpererfahrung und vielen Erlebnissen mit SchülerInnen nur bestätigen. Wir haben für fast alles eine Betriebsanleitung aber oft vergessen oder falsch gelernt, wie der eigene Körper funktioniert. Raus aus dem statischen Gefängnis und rein in die spielerische, anmutige Leichtigkeit der Ganzkörperbewegung. Geführt von der (wieder-)erweckten eigenen somatischen Bewegungsintelligenz und der Freude der tanzenden Seele. Für mehr Achtsamkeit, Sinnlichkeit und Energie auf allen Ebenen
Ananda Claudia

Das Frage-Antwort-Video mit Frey Faust als Nachtrag zum Konferenzvideo:

Auszüge aus dem Lebensenergie-Konferenz-Transkript

Es geht um verschiedene Bauprinzipien des menschlichen Körpers, die auch in der Natur zu sehen sind, z.B. Tensegrity (= Tensional Integrity). „Tension“ ist, was die Bindegewebe im Körper produzieren, indem sie elastisch sind. Und das arbeitet gegen die Stoßkraft der Knochen, die ja rigider sind. Und zwischen den beiden entsteht ein Gleichgewicht. „Integrity“ ist das Ausgleichen dieser beiden Kräfte.
Der menschliche Körper hat diese beeindruckende Fähigkeit, Tensegrity zu etablieren, oder auch zu verlieren…… wenn wir dieses Prinzip aufbauen, erhalten, und in Bewegungsmomenten, in Situationen, wo wir uns dynamisch durch die Welt bewegen, beibehalten, sind wir besser geschützt und wir fühlen uns auch leichter. Und was sonst eher als unangenehme Arbeit empfunden werden würde, ist dann angenehm.

Wenn wir die Mechanik des Körpers respektieren, dann würden wir unsere Absichten nicht über gradlinige Bewegungen umsetzen. Wir würden uns dann in Kurven bewegen und auch asymmetrische Lösungen suchen.

Diese Idee der Gradlinigkeit in den Trainingsmethoden geht manchmal einher mit der Idee der Symmetrie.  Symmetrie ist vielleicht schön anzukucken, aber in der Bewegung ist Asymmetrie eigentlich von Vorteil. Wenn wir versuchen, mit beiden Körperseiten das Gleiche zu machen, ist das eher behindernd.

Wenn wir nur nach Konzept arbeiten und nicht nach der sinnlichen Wahrnehmung des Körpers, ist das extrem gefährlich.

Man sollte seine eigenen Bewegungsarten studieren! Wie man aus dem Bett klettert, wie man sitzt, was man mit den Händen macht, wenn man gestikuliert oder redet.
Auch wie man im Alltag atmet, das ist ganz wichtig. Ich glaube, es ist wichtiger, dass ein Mensch auf seine Alltagsbewegungsmuster achtet, als jede andere Beschäftigung.


Das gesamte Transkript des Konferenzinterviews findet Ihr zusammen mit den Video-, Audio, und Schriftversionen aller Interviews im Konferenzpaket:

Bild: Lebensenergie Konferenz Komplettpaket

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